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Versuch zum Welttag der Poesie

Gern hätte ich ein Gedichtchen geschrieben

zum Welttag der Poesie.

Was sollt ich Euch eigentlich sagen, Ihr Lieben?

Kommt von selbst ein Gedicht – oder nie?

 

Nun hat diese Frage mich umgetrieben

- ein Anderer trieb wohl das Vieh.

Denn für schönes Versmaß die Silben verschieben,

das ist, glaubt mir, Arbeit, und wie!

 

Schließlich ist mir nichts übrig geblieben,

als nach Worten zu suchen, wie Sie.

Ich wollte es schließlich ja auch nicht versieben,

und würd´ es auch nicht Dernier Cri …

 

 

Ich fühle mich heute besonders verbunden

den Dichtern in aller Welt,

die in Ausdrücke kleiden, was viele empfunden,

ob es Anklang find´t ... nicht gefällt.

 

Mög Poesie über Grenzen verbinden,

die Augen uns öffnen für das,

was ohne Begegnung wir kaum werden finden.

Ach, berühr sie uns, mach sie uns Spaß!

 

Wenn in Dichtung und Kunst unsre Kräfte wir legen,

still abwägen, ob es auch stimmt,

was wir sagen und schleudern dem Andern entgegen,

ob die Zeit andre Wendung dann nimmt?

 

CH, 21.03.2025

© Charis Haska

 

 

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